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BT-Drs. 21/6558 – Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Straßenverkehrsunfallstatistikgesetzes

Symbolbild zur Gesetzesänderung – Themenfeld Verkehr und Mobilität

BT-DRS. 21/6558BUNDESTAG

Mit Vorbehalt
Was heißt das?Inhaltlich geprüft, aber mindestens ein Gutachter hat einen Vorbehalt angemerkt. Alle Befund-Stufen erklärt →

3 Änderungen · Gesetze: StVUnfStatG 1990 · Drucksache vom 18. Juni 2026

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Entwurfsstand dieser Drucksache. Diese Bundestagsdrucksache hat den Dokumenttyp Gesetzentwurf; der hier gezeigte Vorher/Nachher-Vergleich bildet den darin vorgeschlagenen Entwurfsstand ab. Ob, wann und in welcher Form daraus geltendes Recht wurde, geht aus der Drucksache selbst nicht hervor – Hinweise zum aktuellen Stand finden sich ggf. im Klartext und in den verlinkten Quellen.
KI-erzeugt, unabhängig geprüft. Bei juristischen Anwendungen unbedingt den Original-Drucksachentext heranziehen.

Worum geht's

Der Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Straßenverkehrsunfallstatistikgesetzes (Entwurfsstand) ändert das Gesetz von 1990 in drei Punkten.

In der amtlichen Unfallstatistik wird künftig neben dem Grad der Alkohol- auch der Grad der Cannabis-Einwirkung der beteiligten Verkehrsteilnehmer erfasst (§ 2 Absatz 1 Nummer 2).

§ 5 regelt die Datenübermittlung neu: An die statistischen Stellen der Gemeinden und Gemeindeverbände dürfen die statistischen Ämter der Länder die Einzelangaben nur noch in einem eingeschränkten Merkmalskatalog übermitteln.

Neu hinzu kommt eine Übermittlung an die nach dem Infrastrukturgesellschaftserrichtungsgesetz beliehene Gesellschaft privaten Rechts für Zwecke der Unfallprävention und -analyse auf Bundesautobahnen, gebunden an strenge Vorgaben (räumlich, organisatorisch und personell getrennte Organisationseinheiten, unverzügliche Löschung nicht autobahnbezogener Daten, kein Zusammenführen mit anderen Daten).

Wen betrifft es?Die statistischen Ämter der Länder als übermittelnde Stellen; die zur Durchführung statistischer Aufgaben zuständigen Stellen der Gemeinden und Gemeindeverbände sowie die nach dem Infrastrukturgesellschaftserrichtungsgesetz beliehene Gesellschaft privaten Rechts (Autobahn) als Empfänger der Daten; mittelbar die in der Unfallstatistik erfassten Verkehrsteilnehmer, deren Einzelangaben künftig auch den Grad der Cannabis-Einwirkung umfassen.
Was ändert sich?In der Unfallstatistik wird nach § 2 Absatz 1 Nummer 2 neben dem Grad der Alkohol- auch der Grad der Cannabis-Einwirkung erfasst. § 5 Absatz 2 wird neu gefasst und begrenzt die Übermittlung an kommunale Statistikstellen auf bestimmte Merkmale; ein neuer § 5 Absatz 5 lässt eine Übermittlung an die beliehene Autobahn-Gesellschaft für Prävention und Analyse von Unfällen auf Bundesautobahnen zu, unter strengen Datenschutz-Maßgaben (getrennte Organisationseinheiten, Löschung nicht autobahnbezogener Daten, Verwendung nur für diese Zwecke).
Ab wann?Es handelt sich um einen Gesetzentwurf im Entwurfsstand (Drucksache vom 18. Juni 2026). Ein konkretes Inkrafttretens-Datum geht aus der Synopse nicht hervor.
Was ist noch unsicher?Alle drei Änderungen sind mit hoher Konfidenz rekonstruiert; in der Synopse sind keine offenen Unsicherheiten vermerkt.

+ blau neu hinzugekommen  ·  − orange entfernt  ·  farbenblind-sicher (Bang-Wong-Palette)

Der farbige Balken links an einem Block zeigt die Konfidenz der Änderung: hoch  ·  niedrig oder unbestimmt. Die genaue Stufe steht zusätzlich an jedem Block.

StVUnfStatG 1990 – § 2 Absatz 1 Nummer 2

Einfügung · Konfidenz: hoch

In § 2 Absatz 1 Nummer 2 wird nach der Angabe „Grad der“ die Angabe „Cannabis- sowie“ eingefügt.
Klartext: In der amtlichen Unfallstatistik wird bei den beteiligten Verkehrsteilnehmern künftig neben dem Grad der Alkoholeinwirkung auch der Grad der Cannabiseinwirkung erfasst.
@@ § 2 Absatz 1 @@
2. die beteiligten Verkehrsteilnehmer nach Geburtsmonat/-jahr, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, bei Ausländern auch nach Wohnsitz im In- oder Ausland, Art der Verkehrsbeteiligung, Monat und Jahr der Erteilung der Fahrerlaubnis, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Unfallfolgen nach den Absätzen 3 und 4 sowie Art des Fehlverhaltens und Grad der Alkoholeinwirkung,
2. die beteiligten Verkehrsteilnehmer nach Geburtsmonat/-jahr, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, bei Ausländern auch nach Wohnsitz im In- oder Ausland, Art der Verkehrsbeteiligung, Monat und Jahr der Erteilung der Fahrerlaubnis, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Unfallfolgen nach den Absätzen 3 und 4 sowie Art des Fehlverhaltens und Grad der Cannabis- sowie Alkoholeinwirkung,

StVUnfStatG 1990 – § 5 Absatz 2

Absatz-Neufassung · Konfidenz: hoch

§ 5 wird wie folgt geändert: a) Absatz 2 wird durch den folgenden Absatz 2 ersetzt: „(2) An die zur Durchführung statistischer Aufgaben zuständigen Stellen der Gemeinden und Gemeindeverbände dürfen die statistischen Ämter der Länder unter den Voraussetzungen des § 16 Absatz 5 des Bundesstatistikgesetzes über Unfälle, die sich in ihrem Zuständigkeitsbereich ereignet haben, die Einzelangaben nach § 2 Absatz 1 Nummer 1 bis 5 mit folgenden Maßgaben übermitteln: 1. von den Angaben nach § 2 Absatz 1 Nummer 2 nur die Angaben zu Geburtsmonat/-jahr, Geschlecht, Art der Verkehrsbeteiligung, Unfallfolgen nach § 2 Absatz 3 und 4 sowie Art des Fehlverhaltens, 2. die Angaben nach § 2 Absatz 1 Nummer 5 ohne die Angabe des Nationalitätszeichens.“
Klartext: Die Übermittlung von Einzelangaben der statistischen Ämter der Länder an die statistischen Stellen der Gemeinden und Gemeindeverbände wird neu gefasst: Übermittelt werden die Angaben nach § 2 Absatz 1 Nummer 1 bis 5, von den Personenmerkmalen nach Nummer 2 dabei nur noch Geburtsmonat/-jahr, Geschlecht, Art der Verkehrsbeteiligung, Unfallfolgen sowie Art des Fehlverhaltens, und von Nummer 5 die Angaben ohne das Nationalitätszeichen.
@@ § 5 Absatz 2 @@
(2) An die zur Durchführung statistischer Aufgaben zuständigen Stellen der Gemeinden und Gemeindeverbände dürfen von den statistischen Ämtern der Länder unter den Voraussetzungen des § 16 Abs. 5 Bundesstatistikgesetz über Unfälle, die sich in ihrem Zuständigkeitsbereich ereignet haben, folgende Einzelangaben übermittelt werden:
1. die Angaben nach § 2 Abs. 1 Nr. 1, 3 und 4,
2. die Angaben nach § 2 Abs. 1 Nr. 2 mit Ausnahme folgender Merkmale:Staatsangehörigkeit, bei Ausländern auch nach Wohnsitz im In- oder Ausland, Monat und Jahr der Erteilung der Fahrerlaubnis, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Grad der Alkoholeinwirkung,
3. die Angaben nach § 2 Abs. 1 Nr. 5 mit Ausnahme des Nationalitätszeichens.
(2) An die zur Durchführung statistischer Aufgaben zuständigen Stellen der Gemeinden und Gemeindeverbände dürfen die statistischen Ämter der Länder unter den Voraussetzungen des § 16 Absatz 5 des Bundesstatistikgesetzes über Unfälle, die sich in ihrem Zuständigkeitsbereich ereignet haben, die Einzelangaben nach § 2 Absatz 1 Nummer 1 bis 5 mit folgenden Maßgaben übermitteln:
1. von den Angaben nach § 2 Absatz 1 Nummer 2 nur die Angaben zu Geburtsmonat/-jahr, Geschlecht, Art der Verkehrsbeteiligung, Unfallfolgen nach § 2 Absatz 3 und 4 sowie Art des Fehlverhaltens,
2. die Angaben nach § 2 Absatz 1 Nummer 5 ohne die Angabe des Nationalitätszeichens.

StVUnfStatG 1990 – § 5 Absatz 5

Einfügung · Konfidenz: hoch

§ 5 wird wie folgt geändert: b) Nach Absatz 4 wird der folgende Absatz 5 eingefügt: „(5) Für Zwecke der Prävention von Verkehrsunfällen, Analyse der Unfallhäufungen und Unfallursachen auf Bundesautobahnen und der Planung von Maßnahmen zur Beseitigung unfallbegünstigender Faktoren auf Bundesautobahnen übermitteln die statistischen Ämter der Länder der aufgrund des Infrastrukturgesellschaftserrichtungsgesetzes beliehenen Gesellschaft privaten Rechts monatlich und jährlich die Einzelangaben nach § 2 Absatz 1 mit folgenden Maßgaben: 1. von den Angaben nach § 2 Absatz 1 Nummer 2 nur die Angaben zu Geburtsjahr, Art der Verkehrsbeteiligung, Unfallfolgen nach § 2 Absatz 3 und 4 sowie Art des Fehlverhaltens; 2. die Angaben nach § 2 Absatz 1 Nummer 4 ohne Angabe zum Geschlecht. Für die in Satz 1 genannten Zwecke werden bei der aufgrund des Infrastrukturgesellschaftserrichtungsgesetzes beliehenen Gesellschaft privaten Rechts Organisationseinheiten eingerichtet, die räumlich, organisatorisch und personell von anderen Aufgabenbereichen der Gesellschaft zu trennen sind. Die in diesen Organisationseinheiten tätigen Personen müssen Amtsträger oder für den öffentlichen Dienst besonders Verpflichtete sein. Nach Erhalt der Einzelangaben nach Satz 1 hat die aufgrund des Infrastrukturgesellschaftserrichtungsgesetzes beliehene Gesellschaft unverzüglich alle Daten zu löschen, die sich auf Unfälle beziehen, welche sich nicht auf oder in räumlicher Nähe zu Bundesautobahnen ereignet haben. Die nach Satz 1 übermittelten Einzelangaben dürfen nicht mit anderen personenbezogenen Daten zusammengeführt werden. Die aus ihrer Tätigkeit gewonnen Erkenntnisse dürfen durch die aufgrund des Infrastrukturgesellschaftserrichtungsgesetzes beliehene Gesellschaft nur für die in Satz 1 genannten Zwecke verwendet werden.“
Klartext: Neu eingefügt wird eine Datenübermittlung an die nach dem Infrastrukturgesellschaftserrichtungsgesetz beliehene Gesellschaft privaten Rechts: Für Prävention und Analyse von Unfällen auf Bundesautobahnen übermitteln ihr die statistischen Ämter der Länder monatlich und jährlich ausgewählte Einzelangaben. Die Gesellschaft muss dafür räumlich, organisatorisch und personell getrennte Organisationseinheiten mit Amtsträgern oder besonders Verpflichteten einrichten, nicht autobahnbezogene Daten unverzüglich löschen, die Angaben nicht mit anderen personenbezogenen Daten zusammenführen und die Erkenntnisse nur für diese Zwecke verwenden.
@@ Neu @@
(5) Für Zwecke der Prävention von Verkehrsunfällen, Analyse der Unfallhäufungen und Unfallursachen auf Bundesautobahnen und der Planung von Maßnahmen zur Beseitigung unfallbegünstigender Faktoren auf Bundesautobahnen übermitteln die statistischen Ämter der Länder der aufgrund des Infrastrukturgesellschaftserrichtungsgesetzes beliehenen Gesellschaft privaten Rechts monatlich und jährlich die Einzelangaben nach § 2 Absatz 1 mit folgenden Maßgaben:
1. von den Angaben nach § 2 Absatz 1 Nummer 2 nur die Angaben zu Geburtsjahr, Art der Verkehrsbeteiligung, Unfallfolgen nach § 2 Absatz 3 und 4 sowie Art des Fehlverhaltens;
2. die Angaben nach § 2 Absatz 1 Nummer 4 ohne Angabe zum Geschlecht.
Für die in Satz 1 genannten Zwecke werden bei der aufgrund des Infrastrukturgesellschaftserrichtungsgesetzes beliehenen Gesellschaft privaten Rechts Organisationseinheiten eingerichtet, die räumlich, organisatorisch und personell von anderen Aufgabenbereichen der Gesellschaft zu trennen sind. Die in diesen Organisationseinheiten tätigen Personen müssen Amtsträger oder für den öffentlichen Dienst besonders Verpflichtete sein. Nach Erhalt der Einzelangaben nach Satz 1 hat die aufgrund des Infrastrukturgesellschaftserrichtungsgesetzes beliehene Gesellschaft unverzüglich alle Daten zu löschen, die sich auf Unfälle beziehen, welche sich nicht auf oder in räumlicher Nähe zu Bundesautobahnen ereignet haben. Die nach Satz 1 übermittelten Einzelangaben dürfen nicht mit anderen personenbezogenen Daten zusammengeführt werden. Die aus ihrer Tätigkeit gewonnen Erkenntnisse dürfen durch die aufgrund des Infrastrukturgesellschaftserrichtungsgesetzes beliehene Gesellschaft nur für die in Satz 1 genannten Zwecke verwendet werden.

Audit-Trail

Jede Stufe der Vier-Augen-KI-Pipeline – vom ersten Entwurf bis zur Freigabe.

  1. KI-Bearbeiter

    claude-opus-4-8[1m]

    Liest Drucksache + aktuellen Gesetzestext und erzeugt das Vorher/Nachher.

    Prompt-Version 1.0

  2. Synopsen-Gutachter konsistent

    claude-opus-4-8[1m]

    Details anzeigen

    Vollständigkeit: Artikel 1 enthält genau 3 Änderungsbefehle – Nummer 1 (§ 2 Absatz 1 Nummer 2, Einfügung „Cannabis- sowie“), Nummer 2 Buchstabe a (§ 5 Absatz 2 Neufassung) und Nummer 2 Buchstabe b (§ 5 neuer Absatz 5). Alle drei sind je als ein Block abgedeckt (block-1 bis block-3); Artikel 2 (Inkrafttreten) ist korrekt ohne Block. Korrektheit: Alle „vorher“-Texte stimmen wortgenau mit den lokalen Normquellen (p2.md, p5.md) überein – bei § 5 Absatz 2 vollständig inklusive aller drei Nummern, keine stille Auslassung. Die „nachher“-Texte entsprechen exakt der Befehlsanwendung bzw. dem in der Drucksache zitierten Wortlaut (quote-normalisiert vollständig im befehl_original enthalten), keine Halluzination. Kein Wasserzeichen-Leak: das split-form „Vorabfassung – wird durch die lektorierte Fassung ersetzt“ taucht in keinem Normtext-Feld auf. Hinweis ohne Beanstandung: In der Drucksache steht das öffnende Anführungszeichen bei den eingefügten Absätzen hinter der Absatznummer („(2) „ An die …“); der Bearbeiter hat es vor die Nummer normalisiert – inhaltlich neutral.

    19. Juni 2026

  3. Stand-Gutachter stand passt

    claude-opus-4-8[1m]

    Details anzeigen

    Bezugsstand der Drucksache: „vom 15. Juni 1990 (BGBl. I S. 1078), zuletzt durch Artikel 497 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474)“. Lokale 00-meta.md stimmt exakt überein: ausfertigung_datum 1990-06-15, Fundstelle BGBl I 1990, 1078, Stand „Zuletzt geändert durch Art. 497 V v. 31.8.2015 I 1474“, letzter_stand_builddate 20151201215522 (liegt nach dem Bezugsdatum 2015-08-31). Stichprobe bestätigt, dass die Drucksache noch nicht eingearbeitet ist: § 2 Absatz 1 Nummer 2 lautet lokal noch „… Grad der Alkoholeinwirkung“ (ohne „Cannabis- sowie“), § 5 Absatz 2 liegt in der alten Fassung mit drei Nummern vor, und ein § 5 Absatz 5 existiert lokal nicht. Der lokale Stand ist damit die korrekte, unveränderte Ausgangsbasis. Hinweis: audit.bezugsstand_warnung ist in der Synopse auf true gesetzt, die unabhängige Prüfung ergibt jedoch eine eindeutige Übereinstimmung – kein realer Stand-Mismatch.

    19. Juni 2026

  4. Freigegeben 19. Juni 2026

    betreiber

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